Die Kunsthalle Mannheim zeigt die Ausstellung „Form, Klang & Stille“ des österreichischen Künstlers Constantin Luser im Graphischen Kabinett. Das Museum setzt damit sein Programm fort, radikale Neupositionierungen der Zeichnung vorzustellen. Die Werkschau umfasst Zeichnungen, Drahtobjekte und Instrumentenskulpturen.
Spätestens seit seinem performativen Zeichenauftritt auf der Art Basel im Jahr 2005 nimmt der österreichische Grafik- und Installationskünstler Constantin Luser eine zentrale Position in der zeitgenössischen Kunst ein. Mit seinen Wand- und Raumzeichnungen überschreitet er konsequent die Grenzen der Zeichnung. Die Kunsthalle Mannheim präsentiert Lusers grafisches Werk in seiner ganzen Bandbreite – vom intimen Skizzenbuch über interaktive Soundzeichnungen bis hin zu monumentalen Instrumentenskulpturen.
Die Befreiung der Linie vom Bildträger prägt die zeitgenössische Zeichnung entscheidend. Luser lässt seine imposanten Wandzeichnungen in den Raum hineinwachsen, sodass die Linien zu fragilen Raumskulpturen werden, die auf Bewegung und Perspektivwechsel reagieren – Parallaxe, scheinbare Verschiebungen der Objekte im Blick der Besucher*innen, als ästhetische Erfahrung.
Das Erleben der Werke ist untrennbar mit der Wahrnehmung der Besucher*innen verbunden, deren Bewegung, Blick und Aufmerksamkeit die Rezeption der Arbeiten entscheidend mitgestalten.
„Form, Klang & Stille“ ist somit mehr als eine Retrospektive. Sie knüpft an die Geschichte der Zeichnung als Medium an, das sich seit den 1970erJahren stetig erweitert vom Papier in den Raum und vom Sichtbaren ins Hörbare. Durch die Verbindung von Linie und Klang erweitert Luser die Zeichnung um eine spannende Dimension. Die Ausstellung setzt daher auch auf die akustische Ebene: Lusers Objekte aus Rohren und Instrumentenfragmenten verweisen auf seine intensive Auseinandersetzung mit Klang und Stille.
Friedrichsplatz 4
68165 Mannheim