2025 jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal. Die Detonationen am 6. und am 9. August 1945 zerstörten die beiden japanischen Städte fast vollständig und brachten abertausenden Menschen den Tod und unsägliches Leid. Bis heute führen uns die Abwürfe die Zerstörungskraft von Atomwaffen vor Augen und mahnen die gesamte Menschheit zum Frieden.

Anlässlich des 80. Jahrestages dieser Katastrophe realisiert das Museum Fünf Kontinente in Kooperation mit dem Japan-Zentrum der LMU München eine durch das Friedensgedächtnismuseum Hiroshima und das Atombombenmuseum Nagasaki konzipierte Ausstellung, um an die Opfer zu erinnern und ein Zeichen gegen Atomwaffen zu setzen.

Mittels Fotografien, Infografiken und künstlerischen Arbeiten dokumentiert die Ausstellung die ersten und bis heute einzigen Abwürfe von Atombomben auf Städte und lässt deren verheerende Auswirkungen greifbar werden.

In einem historischen Abriss zeichnet die Ausstellung die Entwicklung der Atombombe bis hin zu ihrem Einsatz durch US-amerikanische Streitkräfte während des Zweiten Weltkrieges nach, widmet sich aber auch dem Leben in Hiroshima und Nagasaki vor und während des Krieges.

Sie dokumentiert den Wiederaufbau der beiden Städte, ihre Entwicklung zu wichtigen nationalen Gedenkorten, und thematisiert die Bedeutung von Hiroshima und Nagasaki als Zentren der internationalen Friedensbewegung, die sich unermüdlich gegen die Verwendung von Atomwaffen einsetzt.

Das entsetzliche Ausmaß der Zerstörung wird durch historische Fotografien von Hiroshima und Nagasaki illustriert, die kurz nach den Detonationen aufgenommen wurden. Zusammen mit Erzählungen von Überlebenden und Fotos von den persönlichen Gegenständen einzelner Opfer legen sie Zeugnis einer unvorstellbaren Katastrophe ab, die insbesondere Zivilistinnen und Zivilisten das Leben kostete und in der japanischen Gesellschaft bis heute ihre Spuren hinterlassen hat.

Beeindruckende Zeichnungen, die von Überlebenden der Atombombenabwürfe (Hibakusha) angefertigt wurden, sind ebenfalls zu sehen. Ihnen zur Seite gestellt sind Werke von Schülerinnen und Schülern der Motomachi-Oberschule aus Hiroshima, welche die Zeitzeugenberichte von Hibakusha in eigenen Bildern festgehalten haben.

Gemeinsam geben sie Aufschluss darüber, wie Betroffene das Ereignis künstlerisch verarbeiten und wie die Erinnerung daran an nachfolgende Generationen weitergegeben wird.

Die Ausstellung ist nicht zuletzt ein Ort des Gedenkens, an dem die Schicksale einzelner Personen einen breiten Raum erhalten.

Wissenschaftlich begleitet wurde das Ausstellungsprojekt von Dr. André Hertrich (Österreichische Akademie der Wissenschaften), Dr. Yumiko Murata (LMU Japan-Zentrum) und Dr. Anna Wiemann (LMU Japan-Zentrum).