Was bedeutet es, in einer Zeit zerbrochener Regionen und umkämpfter Geschichten, ein Heimatland zu lieben? Ist Heimat ein Ort der Sehnsucht oder eine Last der Geschichte?
Anita MuçolliSevil Tunaboylu und Ian Waelder erkunden in der Ausstellung die Widersprüche der Zugehörigkeit zu einem Ort, in dem Liebe mit Entfremdung verwoben ist und Verbundenheit mit Kritik zusammenstößt. Sie setzen sich mit Exil, Widerstand und fließenden Identitäten auseinander und hinterfragen die Bedeutung von Heimat – nicht als festen Ort, sondern als ein sich wandelndes Terrain von Politik und Emotionen.

In ihren Werke reflektieren sie die Auswirkungen der Migration auf die persönliche und kollektive Identität, die Spannungen zwischen dem kulturellen Erbe und der Anpassung sowie die emotionalen Spuren der Vertreibung. Ausgehend von zufälligen Begegnungen entwickeln die Künstler:innen Erzählungen, die spezifisch für die Erfahrungen von Migrant:innen der zweiten und dritten Generation sind und die sowohl das Trauma als auch die Nostalgie für die Heimat ihrer Familien geerbt haben. 

Der Titel der Ausstellung geht auf Oxana Timofeevas Text How to Love a Homeland [dt. Heimat. Eine Gebrauchsanweisung] zurück und ist sowohl als Frage wie auch als Begleiter zu verstehen.

Die Arbeiten der Ausstellung erzählen davon, dass Heimat weder vererbt noch bewusst gewählt wird, sondern aus Fragmenten von Erinnerung, Gesten, ungelösten Gefühlen und unbeantworteten Fragen rund um Übergangszustände konstruiert wird. Die Künstler:innen zeigen, dass Verbundenheit nicht trotz, sondern gerade wegen der Entwurzelung entsteht. Heimat wird hier als ein Prozess sichtbar, der in ständiger Bewegung ist.


Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: 14:00 – 18:00 Uhr
Donnerstags: 14:00 – 20:00 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: ifa.de