Was verbindet John Lennon, Barack Obama und Joan Jett? Sie stehen nicht nur für Gerechtigkeit, Empowerment und neue Perspektiven. Sie wurden zudem alle von der Street-Art-Ikone Shepard Fairey porträtiert. Die Ausstellung Photo Synthesis ist vom 17. Oktober 2025 bis zum 8. März 2026 bei Fotografiska Berlin zu sehen und präsentiert über 200 Arbeiten des immens einflussreichen Künstlers, die seinen Werdegang durch die Linse der Fotografie beleuchten.
Shepard Faireys Kunst beschränkt sich nicht auf Murals Seine Werke wurden zu Symbolen für Aktivismus und gesellschaftliche Veränderungen. Seinen großen Durchbruch erzielte er 2008 während der US-Präsidentschaftskampagne mit dem ikonischen Porträt von Barack Obama sowie durch den rasanten Aufstieg der Modemarke OBEY.
Die Ausstellung bei Fotografiska Berlin kombiniert zentrale Arbeiten mit speziell für diese Ausstellung geschaffenen Werken. Sie zeichnet Faireys Entwicklung nach: von seinen ersten Plakatund Paste-up-Experimenten über den Siebdruck bis hin zur digitalen Collage. Fotografie ist dabei immer die Ausgangsbasis.
„In Photo Synthesis geht es darum, wie Fotografie meinen kreativen Prozess im Laufe meiner künstlerischen Entwicklung beeinflusst hat. Mein Illustrationsstil ist zwar meist grafisch, nicht fotografisch, doch Fotografie spielt in vielen meiner Arbeiten eine Rolle. Für mich stehen Illustration, Fotografie, Malerei und Druckgrafik nicht isoliert nebeneinander, sondern greifen ineinander. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus meiner Karriere, die im Zusammenhang mit Fotografie stehen, sowie einen eigens für diesen Ausstellung geschaffenen Serie“, so Shepard Fairey.
Shepard Fairey hat rund 140 Murals im öffentlichen Raum gestaltet. Ebenso wie seine Sticker und seine Guerillakunst finden sich diese rund um die Welt – auch in Berlin hat Fairey mit einigen großformatigen Werken seine Spuren hinterlassen. Sein Arbeiten haben sich dabei von Interventionen bis hin zu Präsentationen in einigen der bedeutendsten Museen und Galerien der Welt entwickelt.
„Es ist uns eine Ehre, Shepard Fairey im Fotografiska präsentieren zu dürfen. Er gehört zu den am meisten gefeierten, aber auch provokantesten Künstlern der Gegenwart und sein gesellschaftliches Engagement ist ungebrochen. Seine Arbeiten im öffentlichen Raum haben die Art verändert, wie Menschen über Kunst sprechen und ihre Städte betrachten. Mit der Ausstellung wollen wir zeigen, wie wichtig es ist, diesen Diskurs lebendig zu halten. Unser Ziel ist es, neue Perspektiven anzuregen und das Publikum in einer Zeit der Ablenkung und Kontrolle für visuelle Wachsamkeit zu sensibilisieren“, erklärt Thomas Schäfer, Associate Director of Exhibitions bei Fotografiska Berlin.
Shepard Fairey wurde 1970 in Charleston, South Carolina, geboren. Er ist Street Artist, Grafikdesigner, Aktivist sowie Gründer von OBEY Clothing und der Kreativagentur Studio Number One. Bereits 1989, während seines Studiums an der Rhode Island School of Design, entwickelte er den Sticker Andre the Giant Has a Posse, der später zur Kunstkampagne Obey Giant ausgebaut wurde. 2008 sorgte sein Porträt des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama für Aufsehen – es wurde zu einem Symbol der Wahl des ersten afroamerikanischen Präsidenten. Fairey ist außerdem für die Kampagne We the People bekannt, die im Rahmen des Women’s Marches 2017 vorgestellt wurde. Arbeiten von ihm sind in führenden Sammlungen vertreten, etwa im Museum of Modern Art in New York, in der Smithsonian Institution in Washington, D.C. oder im Victoria and Albert Museum in London.
Öffnungszeiten:
Montag – Sonntag: 10:00 – 23:00 Uhr
Weitere Informationen direkt unter: berlin.fotografiska.com
Oranienburger Str. 54
10117 Berlin