Eines der virtuosesten Stil- und Erzählmittel des Films, sogenannte Plansequenzen – ungeschnittene Szenen mit aufwändigen Kamerabewegungen – sind das Thema der neuen Ausstellung des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Entfesselte Bilder (2. April 2025 bis 1. Februar 2026). DFF-Kurator Michael Kinzer lädt dazu ein, die Entfesselung der Kamera im Laufe der Jahrzehnte anhand dutzender Filmausschnitte zu erkunden. Der Fokus liegt dabei auf „mobilen Long Takes", langen Einstellungen mit Kamerafahrten, bei denen die Person hinter der Kamera häufig selbst in Bewegung ist und so eine mitreißende Dynamik der Bilder entsteht.

Von den ersten Versuchen elaborierter Kamerabewegungen in der Stummfilmzeit bis hin zu den OneShot-Filmen des 21. Jahrhunderts, die (mitunter nur scheinbar) komplett ohne Schnitte auskommen, spannt die Ausstellung einen großen filmhistorischen Bogen, der sowohl Arthouse- als auch MainstreamKino umfasst. Angelegt als ein Labyrinth aus Projektionen und Monitoren, auf denen Kamerakunststücke aus mehr als 100 Jahren Filmgeschichte gezeigt werden, entsteht eine verschachtelte Architektur aus bewegten Bildern, die den Film als einzigartige Kunstform präsentiert und dem Publikum eine neue Art des Sehens vermittelt – ein ästhetisches, audiovisuell mitreißendes Erlebnis.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch den Hauptförderer Dr. Marschner Stiftung. 


Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: 11:00 – 18:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: dff.film

Key Visual Hochformat
02.04.2025 - 01.02.2026

Entfesselte Bilder

DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main