Die Ausstellung erzählt die unglaubliche Geschichte des Naturforscherpaares Oskar und Magdalena Heinroth, die Anfang des 20. Jahrhunderts in ihrer Berliner Mietwohnung die Küken von 250 verschiedenen Vogelarten vom Schlüpfen aus dem Ei an aufzogen. Jede Entwicklungsphase der Jungvögel wurde akribisch fotografisch dokumentiert. Glücklicherweise überstanden viele der originalen Fotoplatten den Zweiten Weltkrieg.

Die „Vogel-WG“ war Besuchsmagnet für Wissenschaftler aus aller Welt. Mit ihren Studien an insgesamt 1.000 Vogelindividuen – am Ende in einem vierbändigen Buchwerk publiziert – wurden Oskar und Magdalena Heinroth zu den Begründern der Verhaltensforschung. Der Nobelpreisträger Konrad Lorenz war ihr berühmtester Schüler. Oskar Heinroth war Direktor des damals weltgrößten Aquariums der Welt im Berliner Zoo.

Die Ausstellung zeigt das hautnahe Zusammenleben des Forscherpaares mit den unterschiedlichsten Vögeln – vom winzigen Zaunkönig bis zum riesigen Seeadler – anhand von Tagebüchern und Fotoserien, die aus dem Heinroth-Nachlass in der Staatsbibliothek Berlin stammen.


Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: 10:00 – 18:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: naturkundemuseum-erfurt.de