Die Kunsthalle Darmstadt zeigt die bislang größte Einzelausstellung des zyprisch-deutschen Künstlers Harm Gerdes. Unter dem Titel Mediterranea versammelt sie rund 20 große Leinwandbilder, die in den letzten fünf Jahren überwiegend in Athen entstanden sind. Viele der ausgestellten Gemälde wurden noch nie gezeigt; eigens für die Ausstellung produzierte Gerdes eine Serie von fünf Werken, die auf einem Jugendstil-Muster von der Mathildenhöhe in Darmstadt basieren.

Aufgewachsen in Darmstadt, studierte Harm Gerdes (31) unter anderem bei Katharina Grosse an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit einigen Jahren lebt und arbeitet er in Athen und stellt regelmäßig international aus. Seine Technik, Acryl zu gießen, statt Öl mit Pinsel, Quast und Rolle aufzutragen, hat er selbst entwickelt und perfektioniert. Sie trägt entscheidend zu der kraftvoll eleganten Wirkung seiner Bilder bei, die Farbe und Form wie lange nicht mehr zur Geltung bringen.

"Harm Gerdes erfindet eine neue Sprache (...) Sie hat mit unserer Gegenwart viel zu tun, mit der Bildschirmwelt, mit der radikalen Veränderung des Sehens, die sich derzeit ereignet, wobei diese Malerei – das ist ihre Stärke – die Zeichensprache unserer Bildschirmwelt in keinem Moment aufgreift, sondern Äquivalente dafür findet (...)." (Robert Fleck, zitiert aus dem Ausstellungskatalog)