ABER ICH | DIE WELT | ICH SEHE | DICH präsentiert Werke von rund 40 inter-nationalen Künstler*innen verschiedener Generationen, die Falten im Inhalt von Fotografien zeigen: Details, die etwas über ein Bild verraten und dabei historische Sedimente freilegen. Im ersten Ausstellungskapitel werden (Grab-)Landschaften entschlüsselt, die von historischen Erinnerungen durchdrungen und von persönlichen Erfahrungen, Mythen und Ideologien geprägt sind. Das zweite Kapitel enthüllt offensichtliche und zugleich geheime Analogien zwischen den von Marcel Duchamp geprägten Ready-mades und Fotografien. Es wird untersucht, wie Künstler*innen optische Geräte und fotografische Aneignungen nutzen, um Zustände von Formen festzuhalten, die als Matrix für die Organisation von Ideen dienen. Auf Protokolle, Bildbearbeitung und die Produktion von Objekten mit historischer und poetischer Anmutung bzw. darauf, wie Künstler*innen fotografisches oder archäologisches Material und Artefakte untersuchen und übersetzen, konzentriert sich der letzte Teil der Schau. 

Ergänzend zur Ausstellung präsentiert die Hamburger Kunsthalle in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel 2026 die ikonische Diashow The Ballad of Sexual Dependency von Nan Goldin sowie die Performance Monsters of Circumstances (Deutschlandpremiere) von dem Tänzer und Choreograf Xavier Le Roy. 

Die 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026 (Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other, 5. Juni bis 22. September 2026) rückt mit Projekten an Museen und Ausstellungshäusern eine fotografische Praxis ins Zentrum, die Verantwortung für unterschiedliche Lebenswelten übernimmt und Gemeinschaft stiftet.