Malerei, Grafik und Fotografie zwischen Bauhaus und Neuer Sachlichkeit

Christian Arnold, Gerd Arntz, Walter Ballhause, Hans Baluschek, Josef Bankay, Tina Bauer Pezellen, Johannes Beutner, Richard Birnstengl, Irena Blühová, Gerd Böhme, Friedrich W. Bogler, Marianne Brandt, Gottfried Brockmann, Edmund Collein, Franz Ehrlich, Fritz Eschen, Franz Esser, Hans Finsler, Ladislav Foltyn, Lotte Gerson-Collein, Kurt Günther, Hans Grundig, Lea Grundig, Marta Hegemann, Albert Henning, Ludwig Hirschfeld-Mack, Heinrich Hoerle, Wilhelm Höpfner, Werner Hofmann, Willy Jaeckel, Adolf Köglsperger, Frans Masereel, László Moholy-Nagy, Gustav A. Müller, Richard Müller, Oskar Nerlinger, Otto Nagel, Gyula Pap, Lotte Reiniger, Albert Renger Patzsch, Hans Richter, Hajo Rose, Xanti Schawinski, Hans Schmitz, Fritz Schulze, Eva Schulze- Knabe, Franz W. Seiwert, Ré Soupault, Fritz Tröger, Karl Völker, Klaus Wittkugel

Die Ausstellung begibt sich auf die Spuren der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts.Die Wurzeln jener europäischen Moderne, die in der Aufklärung und der industriellen Revolution liegen, entwickelten sich nach dem Ersten Weltkrieg über unterschiedliche, parallele Stilrichtungen, die sich in Kunst und Alltag niederschlugen. Bei allen Differenzen zwischen jenen Avantgardenbewegungen lag die Gemeinsamkeit im Interesse an Fragen nach gesellschaftlichen und ästhetischen Utopien, die eine reformierte, humanere und egalitärere Gesellschaft nach sich ziehen sollte. Ihren Ausdruck fanden diese Ideen in unterschiedlichen Bildsprachen, welche die Abkehr von tradiertem Denken und Formen bedeuteten. Die Grenzen zwischen neu- sachlichen, spätexpressionistischen, dadaistischen oder im Bauhaus mündenden Haltungen waren oft fließend, basierte jedoch immer auf einem gesellschaftspolitischen Bezug zu Wirklichkeiten.

Die einschneidenden politischen und ökonomischen Veränderungen, die insbesondere Europa in dieser Zeit prägten, sowie die daran geknüpfte Notwendigkeit Gesellschaft neu zu denken, fanden ihren Niederschlag in allen Künsten, aber auch der Philosophie und politischen Diskursen. Folglich bildete die Kunst Alltag und Arbeit ab, widmete sich dem Bild der neuen Frau – und dem der etwas weniger neuen Männer. Sie (er)fand reformierte Architekturen und Städte und entwarf deren Bilder in alten, aber auch in damals neuen Medien wie Film und Fotografie. Jenes Potential einer egalitären, progressiven Gesellschaftsutopie und deren Ausdruck fanden im Aufkeimen des Faschismus ein jähes Ende.
Die Schau setzt sich aus Kunstwerken aus der Sammlung des BLMK sowie Leihgaben wichtiger, international renommierter Museen und Privatsammlungen zusammen.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: blmk.de

Ré Soupault, Restaurant La Coupole, Paris, 1936, Fotografie Nachlass © Ré Soupault/Manfred Metzner
26.10.2019 - 12.01.2020

Unbekannte Moderne. Bild der Stadt / Stadt im Bild

Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst - Dieselkraftwerk

Uferstraße / Am Amtsteich 15
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