ANDREAS BUNTE, FORT, MATTHIAS LAHME, KLARA LIDÉN, ANN LISLEGAARD, CLAUS RICHTER, ALONA RODEH, NORBERT SCHWONTKOWSKI, TOBIAS ZIELONY & TRANSPARENTBILDER AUS DEM 19. JAHRHUNDERT

Die Ausstellung Im Licht der Nacht – Die Stadt schläft nie folgt unterschiedlichen Akteur*innen auf ihren Streifzügen durch die nächtliche Großstadt. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Kommodifizierung der Nacht, die heute selbst vor dem Schlaf nicht Halt macht, sucht das Ausstellungsprojekt jene gesellschaftlichen Randbereiche und Parallelwelten auf, in denen nach wie vor ein unkontrollierbarer Nachtraum als Widerlager zum Tag existiert. Statt auf die kommerziellen Orte nächtlichen Vergnügens oder die Hauptverkehrsadern im Lichtermeer, konzentrieren sich die Künstler*innen dieser Ausstellung eher auf desolate Gewerbezonen oder nicht näher spezifizierte urbane Umgebungen, auf verstreute Elemente der Stadtmöblierung und auf überraschende nächtliche Begegnungen in subkulturellen Milieus. Soziale, moralische oder ästhetische Unterschiede, die das Tageslicht klar herausstellt, verlieren unter dem Eindruck der diffusen künstlichen Beleuchtung ihre deutlichen Konturen und lassen das Hybride, Vieldeutige und Zwielichtige in Erscheinung treten. Dabei kann sich das nächtliche Helldunkel der Städte auch als ein Motor gesellschaftlichen Wandels erweisen.


ANDREAS BUNTE, FORT, MATTHIAS LAHME, KLARA LIDÉN, ANN LISLEGAARD, CLAUS RICHTER, ALONA RODEH, NORBERT SCHWONTKOWSKI, TOBIAS ZIELONY & FEATURING 19TH-CENTURY DIORAMAS

The exhibition In the Spotlight of the Night – Cities never Sleep follows various protagonists roaming through the city by night. Before the backdrop of a persistent commodification of the night, failing to spare even one’s sleep, the exhibition project seeks out the more marginalized areas of society, the parallel worlds, where one still finds an uncontrollable nocturnal space as a counterfort to daytime. Instead of highlighting flashy commercial places of night-time diversion or the main arteries through the city’s blaze of lights, the artists of this show focus on desolate industrial zones and non-specific urban environments, on scattered elements of street furniture and unexpected encounters within sub-cultural milieus. Under the impression of diffuse artificial lighting, the clearly defined social, moral or aesthetic distinctions as seen in the cold light of the day lose their rigid contours, allowing notions of the hybrid, the inexplicit and the shady to come to the fore. In this sense, the nocturnal semi-darkness of the cities may also prove to be a beneficial engine for societal transformation.