GEORG BASELITZ (*1938) HAT DEM MUSEUM ZU EHREN VON S.K.H. HERZOG FRANZ VON BAYERN SECHS GEMÄLDE UND EINE SKULPTUR AUS DEN JAHREN 2008 BIS 2017 GESCHENKT.

Die Schenkung ist Ausdruck einer über Jahrzehnte kontinuierlichen Verbundenheit zwischen dem international anerkannten deutschen Künstler, einem seiner frühesten Sammler und langjährigem Wegbegleiter sowie den Mitarbeitern des Museums.

Die Arbeiten der nun erfolgten Schenkung geben Einblick in Georg Baselitz‘ Beschäftigung mit dem Thema Spätwerk. „Piet in kurzer Hose (Remix)“ (2008) ist zeitlich und stilistisch das Bindeglied zur bereits bestehenden Sammlung. Es ist ein „Remix“ des skandalumwitterten Bildes „Die große Nacht im Eimer“ (1962/63) und damit auch einiger Kernthemen von Baselitz, darunter die Auseinandersetzung mit kollektiver und individueller Erinnerung. Im Bild verquickt er ideologisch aufgeladene Motive wie die Swastika oder den Totenkopf mit Hitlerfrisur mit seiner freien Übertragung der ikonischen Abstraktion Piet Mondrians und eigenen Bildsujets. Vergangenheit und Aktualität, das Schöpferische und das Zerstörerische, das Private und das Öffentliche verbinden sich zu einem die Betrachtung immer wieder neu herausfordernden Geflecht. Baselitz‘ erfindungsreicher Umgang mit einem überlieferten Bilderkosmos prägt auch „Willem taucht auf“ (2013) und „Willem geht ab“ (2014), in denen er über Malstil und die Titel das Schaffen des für ihn einflussreichen Künstler Willem de Kooning paraphrasiert und sich zugleich eigenwillig von ihm absetzt.

Aus Anlass der Schenkung haben die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen eine Publikation zum Gesamtbestand der Gemälde und Skulpturen von Georg Baselitz in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und im Museum Brandhorst erarbeitet.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag: 10:00 - 20:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: pinakothek.de