Der Württembergische Kunstverein zeigt die bislang umfangreichste Fassung der Ausstellung Sleeping with a Vengeance, Dreaming of a Life (Mit Nachdruck schlafen, von einem Leben träumen), die zuvor in Griechenland, China und Tschechien stattfand. Die Kuratorin des Projektes, Ruth Noack, hat mehr als 40 Künstler*innen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten eingeladen, die gegenwärtige Politik des Schlafens und des Träumens künstlerisch zu verhandeln. Wir leben in Zeiten, in denen der Schlaf als biopolitische Ressource gilt und sind angehalten, ihn effizienter zu gestalten oder gar ganz abzuschaffen. Wenn der Schlaf derart besetzt wird, wie können wir dann noch träumen? Das kuratorische Modell von Sleeping with a Vengeance, Dreaming of a Lifewendet sich gegen die Effizienzmodelle und den Produktionsdruck der zeitgenössischen Kunstindustrie, die in keiner Relation zu den tatsächlichen Produktionsbedingungen stehen und Ausstellungen oft ihren Möglichkeitsraum nehmen. Stattdessen wird das Medium Ausstellung als eine Gelegenheit gesehen, miteinander Wissen zu produzieren.

Künstler*innen:
Florencia Almirón, Clara Amaral, Alaa Abu Asad, Ibon Aranberri, Zbynek Baladrán, Matthijs de Bruijne, Livio Casanova, Ulufer Çelik, Agata Cieslak, Alice Creischer, Chris Curreri, Anna Dacqué, Danica Dakic, Anna Daucíková, Teresa Distelberger, Ines Doujak, Haytham el- Wardany, Gangart, Tina Gverovic, Matt Hinkley, Hu Wei, Dominique Hurth, Sanja Ivekovic, Luis Jacob, Sanne Kabalt, Franz Kapfer, Gülsün Karamustafa, Denisa Lehocká, Miao Ying, Nabuqi, Alejandra Riera, Annette Ruenzler, Jürgen Stollhans, Isabelle Sully, Alia Syed, Leeron Tur-Kaspa, Wendelien van Oldenborgh, Simon Wachsmuth, Xie Nanxing, Xie Qi, Baha Görkem Yalim, Zheng Mahler