Mit welchen Bildern und welchen Beschreibungen andere Kulturen und deren Identitäten dargestellt werden, sei es in der Ethnologie, in der Alltagskultur oder der Kunst, das ist nunmehr seit vielen Jahren das zentrale Thema der österreichischen Künstlerin Lisl Ponger.
Das von Lisl Ponger über Jahre entwickelte fiktive Museum, das Museum für fremde und vertraute Kulturen, kurz MuKul, wird mit einer mehrteiligen Dauerausstellung im Kunsthaus zu Gast sein. Das Museum präsentiert eine Ausstellung zum Verschwinden der Mittelklasse. Mit den Mitteln der klassischen Rettungsethnologie zeigt es anhand einer großen Anzahl an Bildern und Objekten die Momentaufnahme dieser vom Verschwinden bedrohten Kultur.

Die Ausstellung zum Verschwinden der Mittelschicht gliedert sich in Räume, die Einblicke in unterschiedliche Themen und Zeitabschnitte geben. In einzelnen Kapiteln wie Der Aufstieg der westlichen Mittelschicht, Vom Spiel nach Regeln zum Ausspielen des Systems, Schaustücke für die Nachwelt werden sorgfältig zusammengetragene Schaustücke wie beispielsweise ein Null-Euro- Schein oder ein vergoldeter Golfball präsentiert. Neben der historischen Entwicklung des Mittelstandes wird auch das Verhältnis zu Nation, Demokratie und Kapitalismus in verschiedenen Ausprägungen untersucht, aber auch die Folgen von Steuerparadiesen und Bankenkrise und die global wirksame Dynamik neu aufstrebender Mittelschichten wie zum Beispiel in China.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Donnerstag: 14:00 - 19:00 Uhr
Freitag - Sonntag: 11:00 - 19:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: kunsthausdresden.de

20.09.2019 - 12.01.2020

Das Verschwinden der Mittelschicht

Kunsthaus Dresden - Städtische Galerie für Gegenwartskunst

Rähnitzgasse 8
01097 Dresden