Max Liebermann zählt zu den wichtigsten Deutschen Malern der Moderne. Die  Stiftung Brandenburger Tor, die Kulturstiftung der Berliner Sparkasse, rekonstruiert im Rahmen des Virtual-Reality-Erlebnisses Bei Liebermanns das im zweiten Weltkrieg vollständig zerstörte Wohnhaus und Atelier des Künstlers. In einer faszinierenden Zeitreise per VR-Brille haben Besucher*innen die einzigartige Möglichkeit, durch Musikzimmer, Speisezimmer, Arbeitszimmer sowie Max Liebermanns berühmtes Glasatelier auf dem Dach des Hauses zu schreiten.

Der virtuelle Rundgang macht darüber hinaus Werke von Max Liebermann, aber auch seine eindrucksvolle Kunstsammlung digital erlebbar, die im Zweiten Weltkrieg teilweise verloren ging oder über die ganze Welt verstreut wurde – von Édouard Manet bis hin zu Renoir, Monet, Degas, Cezanne und anderen.

Um Bei Liebermanns zu realisieren, arbeitete die Stiftung Brandenburger Tor mit dem VR-Entwicklerteam von Ikonospace zusammen. Es wurden mehr als 100 Objekte und Möbel der damaligen Zeit mit Hilfe modernster Technologien wie 3D-Scanning, 3D-Skulpturen und Photogrammmetrie in detaillierter Kleinstarbeit innerhalb eines Jahres nachgebaut.

Die Dokumentation Liebermanns Welt
Mit Ihrer Dokumentation Liebermanns Welt erinnert die Stiftung Brandenburger Tor an das bewegte Leben von Max Liebermann und seiner Familie.

Zu Beginn seiner Künstlerlaufbahn verfemt als „Maler des Häßlichen“ und „Armeleutemaler“, entwickelte sich Max Liebermann um 1900 zum erfolgreichsten Vertreter und Unterstützer moderner Kunst in Deutschland. Gründungsmitglied der Berliner Secession, Präsident der Berliner Akademie der Künste, Porträtist der bürgerlichen Elite des Deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik – die Präsentation Liebermanns Welt blickt auf die Höhepunkte im Leben Max Liebermanns zurück. Ebenso erinnert die Stiftung Brandenburger Tor an das tragische Schicksal der Familie Liebermann nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten.