Vom 13. November 2019 bis 3. Mai 2020 zeigt das Museum für Ostasiatische Kunst Köln die Kabinettausstellung „Trunken an Nüchternheit. Wein und Tee in der chinesischen Kunst“. Im Zentrum der Ausstellung stehen Keramiken und Lacke sowie Malerei und Kalligrafie, die von der Wertschätzung des Tee- und Weintrinkens in China zeugen. Doch während der Wein berauschte, machte der Genuss vieler Schalen Tees „trunken an Nüchternheit“.

Das Museum präsentiert Opfergefäße für Wein aus Bronze und Keramik, die im Ahnenkult Verwendung fanden. Die stimulierende Wirkung von Wein, aber auch die kreative Inspiration, die das Teetrinken erzeugt, wurde in der Dichtung der Tang-Dynastie (7. bis 9. Jahrhundert) gepriesen. Exzentrische Künstler der Ming- und Qing-Dynastie (14. bis frühes 20. Jahrhundert) kalligrafierten die berühmten Gedichte mit schwungvollem Pinsel. Die exquisite chinesische Teekeramik und der pulverisierte, schaumig geschlagene grüne Tee entwickelten sich in den Chan- (J. Zen-) buddhistischen Klöstern und in den Kreisen der Literatenelite der Song Dynastie (10. bis 13. Jahrhundert). Die japanischen Mönche, die zum Studium des Chan-Buddhismus nach China pilgerten, brachten die Kunst des Teetrinkens nach Japan, wo sie im 16. Jahrhundert von dem Teemeister Sen no Riky? vollendet wurde. Der Ursprung der japanischen Teezeremonie liegt somit in China.

Auch im modernen China sind Wein und Tee wieder en vogue: neben dem Wein aus gekelterten Trauben berauscht man sich auch an sündhaft teuren Tees, wie Pu-erh, Weißem Tee oder Baozhong Tee.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 11:00 - 17:00 Uhr
1. Donnerstag im Monat: 11:00 - 22:00 Uhr (ausgenommen Feiertage)
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: museum-fuer-ostasiatische-kunst.de