Die Deichtorhallen Hamburg tragen ihren Namen aufgrund des Deichtors, das im Mittelalter den südöstlichen Ausgang der Stadtbefestigung markierte und die Stadt mit der Gegend beim Stadtdeich und Hammerbrook verband. Nach Versetzung und letztendlichem Abriss des Deichtors wurde der Platz für den Deichtormarkt genutzt. 1911 begann die Installation fester Hallen, die aber dem schnellen Wachstum der Stadt Hamburg nicht entsprachen. Der Großmarkt zog um und ein Großblumenmarkt hielt in den 1960er Jahren Einzug in die Hallen, die heute Raum für internationale Großausstellungen bieten.

Den Grundstein für die Nutzung der Deichtorhallen als Ausstellungshäuser legte Kurt A. Körber. Die Körber-Stiftung übernahm die Kosten für die Restaurierung und Sanierung der Hallen von 1988 bis 1989 und übergab sie anschließend der Stadt Hamburg anlässlich ihres 800. Hafengeburtstags. Seitdem wird in den Deichtorhallen Hamburg insbesondere bildende Kunst und Fotografie des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert.

Am 9. November 1989 eröffnete mit der Ausstellung Einleuchten von Harald Szeemann das internationale Kunstausstellungsprogramm der Hallen. Seit 2005 besteht das Haus der Photographie in der südlichen Deichtorhalle, dem die Sammlung vom Gründungsdirektor Prof. F. C. Gundlach als Dauerleihgabe zu Grunde liegt. Die Halle für aktuelle Kunst und das Haus der Photographie wurden im Jahr 2011 durch die Sammlung Falckenberg in Harburg ergänzt.

PROGRAMM
Zu ihrem 30-jährigen Jubiläum zeigen die Deichtorhallen Hamburg die hochkarätige Ausstellung BASELITZ – RICHTER – POLKE – KIEFER. DIE JUNGEN JAHRE DER ALTEN MEISTER mit Werken der vier bedeutendsten Künstler der Nachkriegszeit. Ergänzt wird die Schau durch eine kleine Sonderausstellung mit Fotografien, Film, Postern, Gästebüchern und Katalogen, die die Geschichte der Gebäude und das Ausstellungsprogramm der Deichtorhallen Revue passieren läßt.

Der Förderkreis der Deichtorhallen e.V. führt eine JUBILÄUMSAUKTION durch und der Freundeskreis des Hauses der Photographie, der sein 25. Jubiläum feiert, veranstaltet ein JUBILÄUMSSYMPOSIUM.

Auf ebenfalls 25 JAHRE wird in der SAMMLUNG FALCKENBERG ab Ende November durch eine Ausstellung mit Installationen zurückgeblickt.