In Zusammenarbeit mit dem Kupferstich-Kabinett, der Rüstkammer und der Sammlung Hoffmann der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zeigt das Albertinum die Sonderpräsentation „Rayski und die Jagd“. Ferdinand von Rayski (1806–1880), der selbst dem Adel angehörte, war ein wichtiger Porträtist der sächsischen Aristokratie und kenntnisreicher Jäger. Sein künstlerisches Hauptwerk, die „Jagdpause im Wermsdorfer Wald“ von 1859, zeigt die Jagd von ihrer repräsentativen Seite als politisch-höfische Manifestation.

Dieses Gemälde ist eine Leihgabe des Pariser Musée de la Chasse et de la Nature. Ab dem 16. Oktober ist es in drei Seitenkabinetten des Albertinum mit Jagddarstellungen aus dem Bestand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vereint zu sehen. Präsentiert werden Zeichnungen und Gemälde aus allen Schaffensphasen des Künstlers, sowie Jagdwaffen und -utensilien aus dieser Zeit. 

Die Schau bietet zudem einen Überblick über Rayskis künstlerische Entwicklung: Geprägt von der niederländischen Genremalerei des 17. Jahrhunderts, präsentiert er Anfang der 1830er-Jahre Jäger in humorvollen Szenen. Nach seinem Aufenthalt in Paris in den Jahren 1835/36 verändert sich sein Stil; die Zeichnungen werden freier und dynamischer, der Farbauftrag pastoser. Auch in den Vorzeichnungen zur „Jagdpause“ erprobt er Licht- und Schattenwirkungen. Die gute Beobachtungsgabe Rayskis bei seinen Tierdarstellungen wird sichtbar, wie er kenntnisreich in Zeichnungen den Ausdruck der Hunde bei der Jagd wiedergibt. 

Als zeitgenössisches Pendant ist die Plastik „Hanging Cat“ von Bruce Nauman aus der Sammlung Hoffmann zu sehen. Im Zusammenhang mit Rayskis Jagddarstellungen betont sie die existenzielle Dimension der Jagd ohne einseitig kritische Distanz.

Neben der Präsentation in den drei Seitenkabinetten des Albertinum sind außerdem Werke des Künstlers in die Sammlungspräsentation des Mosaiksaals und im Rundgang des 2. Obergeschosses des Museums integriert.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr
Montag: geschlossen 

Weitere Informationen direkt unter: skd.museum