„ZEN, ZERO & CO – abstrakt seit 1949“ ist eine Hommage an die Großen der Abstraktion und eine geistreiche Erforschung dessen, was im Laufe der letzten sieben Jahrzehnte daraus geworden ist. Dazu werden die Schätze einer bisher verborgenen Privatsammlung erstmals ins Rampenlicht gestellt. Kombiniert mit hochkarätigen Leihgaben und eigenen Sammlungsschwerpunkten des Museums Penzberg werden rund 100 Arbeiten – Grafiken, Gemälde und Skulpturen – die Ästhetik von Rhythmus, Farbe und Form spürbar machen. Dieses sinnliche Kunsterlebnis macht zugleich die zeitlose Modernität der gegenstandlosen Meisterwerke aus.

Unter dem Eindruck des Krieges und der Kulturdiktatur der Nationalsozialisten wagten im München des Jahres 1949 sieben Künstler einen Neuanfang: Willi Baumeister, Rolf Cavael, Gerhard Fietz, Rupprecht Geiger, Willy Hempel, Brigitte Meier-Denninghoff und Fritz Winter hatten sich mit der Gruppe ZEN 49 das Ziel gesetzt, auf „der Tradition des Blauen Reiters fußend“ die abstrakte Malerei einem breiteren Publikum zugänglich und damit verständlicher zu machen.

ZERO war eine Düsseldorfer Künstlergruppe, die 1958 von Heinz Mack und Otto Piene gegründet wurde, 1961 kam Günther Uecker hinzu. Mack und Piene sahen die Nachkriegskunst „mit einem Übermaß an Ballast befrachtet“. Die Künstler suchten einen neuen Anfang, eine „Stunde Null“, die von der Vergangenheit unbelastet sein sollte. Sie wollten dem Drama des Zweiten Weltkriegs und seinen Gräueln eine reine, heile Welt entgegensetzen.

Die Ausstellung geht von diesen bedeutenden Vertretern der deutschen Nachkriegskunst aus. Sie wird aber auch aufzeigen, welche Entwicklungen aus ZEN 49 und ZERO hervorgegangen sind und was aus dem hoffnungsvollen Neubeginn geworden ist. Dabei werden exemplarisch Linien bis in die Gegenwart gezeichnet.

Im Zentrum steht dabei eine umfangreiche, noch nie öffentlich gezeigte Privatsammlung mit Arbeiten von Künstlern beider Gruppierungen und ihrem Umfeld. Ergänzt werden diese Exponate durch eigene Sammlungsbestände sowie Leihgaben weiterer Sammler, Institutionen und Künstler. Kuratiert wird die Schau von Katja Sebald und Museumsleiterin Freia Oliv mit Unterstützung von Anne Götzelmann. Ein großzügiges Begleitprogramm mit u.a. neuartigen Veranstaltungsformate und Sonderführungen eröffnet neue Wege in die Kunstvermittlung und rundet die Sonderausstellung ab.

Vielen Dank unseren Leihgebern Dagmar und Joachim Kaske, Dr. Klaus Seifert, Galerie Maulberger, Galerie im Fritz-Winter-Atelier, Archiv Geiger, James Geccelli, Andreas Kloker, Hans Panschar.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 17:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: museum-penzberg.de

Fritz Winter, Mit weißer Linie, 1970, Fritz-Winter- Atelier, Dießen am Ammersee © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
30.11.2019 - 01.03.2020

Zen, Zero & Co. Abstrakt seit 1949

Museum Penzberg – Sammlung Campendonk

Am Museum 1
82377 Penzberg