Das H2 – Zentrum für Gegenwartskunst zeigt ab dem 19. September eine Ausstellung, die sich mit Werken des 1952 geborenen und in München lebenden Künstlers Horst Thürheimer beschäftigt.

Für Horst Thürheimer ist Zerstörung im Bild nicht Destruktion, sondern ein künstlerischer Befreiungsakt: „Zerstörungsakte tunBildern immer gut. Man versucht nämlich oft, Stellen zu erhalten, die als harmonisch empfunden werden, aber nicht eine Gesamtheit bilden, und da speziell ist es angebracht, der Vorstellung von Harmonie, die immer noch im Kopf herrscht, ein Ende zu bereiten und einfach mal wirklich einen kraftvollen Akt der Zerstörung im Bild zu setzen“, so der Künstler.

Das Zerschlagen traditioneller Vorstellungen von Ausgewogenheit ist für Thürheimer eine Basis des freien künstlerischen Bildes, das er u.a. durch Verbrennen von Papier, durch das Attackieren der bereits bearbeiteten Malfläche und das bewusste Inkaufnehmen der Spuren dieser Arbeitsprozesse zu erreichen sucht. So sind Brandspuren für ihn etwagleichberechtigte „Materialien“ im Bild neben dem klassischenFarbauftrag. Thürheimers Malerei ist gekennzeichnet von diesem Mix aus traditioneller Malerei und experimenteller Materialbehandlung. Die Ausstellung in den Kabinetträumen des H2 gibt Einblick in die besondere Arbeitsweise des Künstlers und stellt zugleich einen repräsentativen Querschnitt seines jüngeren Werkes vor.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 17:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: kunstsammlungen-museen.augsburg.de