Im antiken Straßenbild der Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum hatten Händler, Verlade- und Fuhrknechte sicher einen großen Anteil. Für die erfolgreiche Handelsstadt war die dichte Erschließung durch Land- und Wasserwege von Beginn an von wesentlicher Bedeutung. Die bekannteste Straße ist bis heute die Via Claudia Augusta, die das römische Mutterland über die Berge mit dem Voralpenland verband. Die Trassenführung wurde bereits am Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr. begonnen und unter dem späteren Namensgeber Kaiser Claudius vollendet.

Topographische Spuren belegen Straßenverlauf

Dieses imponierende und außergewöhnliche Bodendenkmal wird seit Jahrzehnten sowohl touristisch als auch archäologisch in drei Ländern auf vielfältige Weise erkundet. Luftbilder, nicht einfach auszumachende topographische Spuren und fragmentarisch erhaltene Baubefunde an wenigen Orten belegen den Verlauf der Straße. Die Ausstellung informiert über die kaiserlichen Urheber, erklärt wie eine römische Baustelle und antike Vermessung funktionieren und stellt detailliert Spuren der Via Claudia in Bayern dar. Gezeigt wird außerdem, dass der Landweg wohl eng in ein Verkehrssystem mit Meer und Flüssen eingebunden war.