Mit dieser Überblicksausstellung im K20 würdigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen das Werk einer ebenso bemerkenswerten wie radikal konsequenten Künstlerin der deutschen Nachkriegszeit. In den 1960er Jahren, zeitgleich zur amerikanischen Minimal Art und der aufkommenden Konzeptkunst, entwickelte Charlotte Posenenske (1930–1985) innerhalb von nur zwölf Jahren ein beeindruckendes Konvolut an minimalistischen Arbeiten, die ihr innovatives Verständnis von Kunst aufzeigen.

Mithilfe von Leihgaben aus Museen und Privatsammlungen in Nordamerika und Europa sowie aufschlussreichen Dokumentations- und Archivmaterial präsentiert die Ausstellung die einzelnen Werkphasen der Künstlerin. Ihre in kurzer Zeit vollzogene Entwicklung von der klassischen Malerei bis hin zur Installationskunst im öffentlichen Raum wird damit eindrücklich nachvollziehbar.

In einer für diese Zeit ungewöhnlich konzeptuellen Radikalität öffnete Posenenske ihre Arbeiten für die „Konsumenten“ ihrer Kunst. 1968 beendete sie in Reaktion auf die empfundene Wirkungslosigkeit künstlerischen Handelns ihre Arbeit als Künstlerin.

Die Ausstellung „Charlotte Posenenske: Work in Progress“ wurde von der Dia Art Foundation, New York in Kooperation mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf organisiert.

Die Ausstellung ist gefördert durch die Kunststiftung NRW.