Expressive Kunst aus einer unbekannten Privatsammlung

Die unbekannte Privatsammlung, die im Fokus der neuen Ausstellung der Städtischen Museen Heilbronn steht, wird erstmalig in der Kunsthalle Vogelmann der Öffentlichkeit präsentiert. Die exemplarischen Werke spannen einen stilistischen Bogen von der realistischen Kunst über den Expressionismus bis hin zur neuen Sachlichkeit. Die hochkarätigen Werke werden anschließend die Bestände der Städtischen Museen Heilbronn für die kommenden zehn Jahre bereichern.

Die expressionistische Malerei des 20. Jahrhunderts steht im Fokus einer unbekannten süddeutschen Privatsammlung, die in der Kunsthalle Vogelmann nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Mit großer Leidenschaft für die Kunst wurde die Kollektion über 25 Jahre hinweg aufgebaut und gewährt einen persönlich geprägten Blick auf Entwicklungen innerhalb der deutschen Malerei seit der Jahrhundertwende. Die Ausstellung spannt einen Bogen von Werken des sich ankündigenden Expressionismus um 1900, über Gemälde von Vertreter*innen der Künstlergruppen „Die Brücke“ und „Der Blaue Reiter“, bis hin zu Beispielendes Verismus und figurativem Expressionismus. Sie versammelt Arbeiten von Schlüsselfiguren der deutschen Malerei wie Lovis Corinth, Karl Hofer, Karl Hubbuch, Alexej von Jawlensky, Max Liebermann, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter, Max Pechstein und Karl Schmidt- Rottluff. Im Anschluss an die Ausstellung wird die hochkarätige Privatsammlung für zehn Jahre als Leihgabe die Bestände der Städtischen Museen Heilbronn bereichern.

Wie sich die expressive Malerei in Deutschland seit den 1980er Jahren weiterentwickelt hat, zeigen exemplarisch die von der zweiten Sammlergeneration der Familiezusammengetragenen Kunstwerke. Dazu gehören Bilder der so genannten „Jungen Wilden“Elvira Bach und Helmut Middendorf aber auch Positionen wie Ruth Baumgarte, Malte Brekenfeld und Sighard Gille. Sie treten in einen spannungsreichen Dialog mit den Wegbereiter*innen der expressionistischen Kunst.