Forrest Bess, 1911 in Bay City, Texas, geboren und 1977 ebendort verstorben, führte ab der zweiten Hälfte der 1940er-Jahre ein recht isoliertes Leben am Golf von Mexiko, wo er sich parallel zum Fang und Handel von Fischködern mit Malerei befasste. In dieser Zeit begann er systematisch, seine ‚Visionen‘, die er an der Schwelle zwischen Wachzustand und Schlaf hatte, in Gemälden festzuhalten. Für Bess manifestierten sich in diesen abstrakten und symbolreichen Bildern unterbewusste Erfahrungen der Menschheit, die er zu entschlüsseln suchte. Die Auseinandersetzung mit ihnen betrieb er wie eine obsessive Forschungsarbeit, die sich in unzähligen Niederschriften und intensiven Korrespondenzen artikulierte, ohne die Rätselhaftigkeit seines Schaffens jemals aufzulösen. 

Das Fridericianum präsentiert die erste Ausstellung in Deutschland zu Leben und Werk des Künstlers seit mehr als drei Jahrzehnten. Die Schau erlaubt eine Neuentdeckung dieser herausragenden, für den zeitgenössischen Diskurs ausgesprochen relevanten, zugleich aber schwer fassbaren Position der US-amerikanischen Nachkriegskunst.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag ( Feiertage): 11:00 - 18:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: fridericianum.org

Forrest Bess, 1956 © Kirk Hopp
15.02. - 06.09.2020

Forrest Bess

Fridericianum

Friedrichsplatz 18
34117 Kassel