Liebeslektüre zur Rubenszeit

Ausgangspunkt der Ausstellung bildet ein Bestseller des 17. Jahrhunderts: die 1608 in Antwerpen erschienen Amorum Emblemata (Liebesembleme) des Rubenslehrers Otto van Veen – ein ebenso amüsantes wie geistreiches Buch über die Liebe. In Kupferstichen und Texten, die insbesondere die antike Literatur zitieren, wird hier das Unwesen beschrieben, das der freche Liebesgott Amor treibt. Bestimmt war die populäre Wort-Bild-Lektüre vor allem für die Jugend der Zeit, die damit vor Eintritt in die Ehe spielerisch an ein Gefühl von großer Macht herangeführt wurde. Amors Wirken bildet den Auftakt zu einem Jahr im Graphischen Kabinett, das sich der Liebe in drei ihrer unzähligen Facetten widmet.