Fotografie hat stets bemerkenswerte Einzelbilder hervorgebracht, aber im Grunde ist sie ein Kombinationsmedium. Um größere und komplexere Aussagen über die Welt zu treffen, werden Fotografien zusammengeführt: zu Serien, Archiven, Sammlungen, Alben, Abfolgen, Sequenzen, Geschichten oder Narrativen.
Als die visuelle Kultur vom bedruckten Papier beherrscht wurde, konnten die Beziehungen zwischen den Bildern fixiert werden. Im Alltag des Bildschirm- und Internetzeitalters erleben wir Bilder oft eher wie Montagen und Collagen: fragmentarisch, multidirektional und verschoben. Zusammenhänge, die auf mögliche Bedeutungen verweisen, aber auch von Aussagen und Festlegungen ablenken.
When Images Collide versammelt eine Reihe aktueller künstlerischer Positionen, die sich mit der Kombination von Bildern auseinandersetzen. Im Zentrum steht die Gegenüberstellung zweier Bilder und damit der Grundbaustein jeglicher Form von Bildmontage und -bearbeitung. Davon ausgehend entfaltet sich die Ausstellung in mehrere Richtungen. Dazu gehören komplexe analoge und digitale Collagen, der Einsatz von Standbildern in Film und Video sowie digitales Rendering und Installation.


Künstler*innen: Jean-Marc Caimi & Valentina Piccinni, Jeff Cowen, Sara Greenberger Rafferty, Aaron Hegert, Sohrab Hura, David Jiménez, Christoph Klauke, Kensuke Koike, Peter Puklus, Timm Rautert, Anastasia Samoylova, Martina Sauter, Eva Stenram, John Stezaker, Batia Suter et. al.

Anastasia Samoylova, Six Real Matterhorns, from the series Landscape Sublime, 2019
29.02. - 13.09.2020

Biennale für aktuelle Fotografie 2020: When Images Collide

Wilhelm-Hack-Museum

Berliner Straße 23
67059 Ludwigshafen am Rhein