Mit Uterusland, einer von der Museuminitiative neu erworbenen raumgreifenden Installation Raphaela Vogels, präsentiert sich eine der aktuell aufstrebendsten Künstlerinnen. In der zugehörigen Videoarbeit inszeniert Vogel ihre eigene Geburt – aufgenommen in einem Schwimmbad ihrer Geburtsstadt Nürnberg, in der sie auch studierte. Zusammen mit dem überlebensgroßen anatomischen Modell einer weiblichen Brust und dem an Milch erinnernden Abguss einer lebensgroßen Pferdefigur aus Polyurethan, formuliert sie Fragen nach Geschlechterkonstruktio- nen und einer emanzipierten künstlerischen Produktion. Letztere geht für Raphaela Vogel immer auch mit einer schonungslosen Selbstrepräsentation einher, die den Druck des Schaffens- drangs als Bedrängnis wie als Kraft zu erkennen gibt.