Anlässlich seines 300. Jubiläumsjahres tritt das Kupferstich-Kabinett mit dem Albertinum in Dialog und stellt drei Gemälden des Albertinum 35 Zeichnungen und Aquarelle aus dem eigenen Bestand gegenüber.

Im Fokus der Sonderausstellung stehen mit Hauptwerken von Julius Schnorr von Carolsfeld, Adolph Menzel und Oskar Kokoschka bedeutende Gemälde aus der Zeit der Romantik im frühen 19. Jahrhundert, des Realismus der 1880er-Jahre und des Expressionismus um 1920.

„Die Familie Johannes des Täufers bei der Familie Christi“ des Nazareners Julius Schnorr von Carolsfeld, datiert 1817, und eine detailliert ausgeführte Vorzeichnung der Bildkomposition in Feder werden zusammen mit religiösen Motiven und Landschaftsdarstellungen des Künstlers sowie einer Auswahl altdeutscher Graphik zu sehen sein.

Adolph Menzels „Piazza d’Erbe in Verona“ von 1884 wird gemeinsam mit in Dresden bewahrten Modellstudien des großen Realisten gezeigt, unter anderem einer Porträtstudie des Lorenzo Cocozza. Diese soll aus Anlass des Jubiläums für das Kupferstich-Kabinett erworben werden. Die Darstellung des damals dreizehnjährigen Italieners, der Menzel in Berlin als Modell diente, findet sich gleich mehrfach in dem Gemälde wieder.

Als Zeugnis expressionistischer Porträtkunst wird Oskar Kokoschkas Gemälde „Gitta Wallerstein“, entstanden 1921, zusammen mit Zeichnungen und Aquarellen des Künstlers präsentiert. Sie stammen aus der Sammlung Willy Hahn. 2014 erhielt das Kupferstich-Kabinett aus der Sammlung Hahn 80 Werke des Meisters als Schenkung und damit eine der bedeutendsten Schenkungen an Werken eines Expressionisten in der Geschichte des Museums überhaupt.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr
Montag: geschlossen 

Weitere Informationen direkt unter: skd.museum