Das MdbK widmet Max Klinger (1857–1920) anlässlich seines 100. Todestages eine umfassende Ausstellung, die das Schaffen und Werk des sächsischen Künstlers in einen internationalen, europäischen Kontext stellt. Das Museum verfügt über die größte Klinger-Sammlung weltweit, darunter befinden sich Hauptwerke wie die großformatigen Gemälde Kreuzigung Christi, Christus im Olymp oder die Monumentalskulptur des Beethoven. Klinger wurde maßgeblich durch seine Reisen und mehrjährigen Aufenthalte im Ausland geprägt. Insbesondere die Metropolen Paris, Wien und Rom spielten eine wichtige Rolle und beeinflussten seine künstlerische Arbeit. Aus der Pariser Bekanntschaft mit Auguste Rodin entspann sich eine mehrjährige Korrespondenz, in Wien begegnete er den Werken von Gustav Klimt. In der österreichischen Hauptstadt feierte er seine größten Erfolge als Künstler, seine Werke wurden in der Wiener Secession präsentiert. In einem weiteren Kapitel der Ausstellung wird das Verhältnis von Max Klinger und Käthe Kollwitz im Mittelpunkt stehen. Die vielfältigen Aspekte ihrer Beziehung werden anhand von grafischen Werken beider Künstler umfassend dokumentiert. Die Rolle der Frau im Werk von Max Klinger, das Verhältnis von Mann und Frau sowie die Themen Sexualität, Liebe und Erotik ziehen sich durch das umfangreiche Werk des Künstlers.

Weitere Themen der Ausstellung sind „Klinger und die Musik“, „Klinger und die Athletenfiguren“ sowie eine Rekonstruktion der geplanten Treppenhausausmalungen im Museum der bildenden Künste am Augustusplatz.

Die Ausstellung wird anschließend in der Bundeskunsthalle Bonn gezeigt (04.09.2020–10.01.2021).