Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet der Faszinationskraft der Spionage eine große Ausstellung und beleuchtet sie als aktuelle Quelle künstlerischer Inspiration. Beim Spionieren geht es um die unberechtigte Beschaffung geheimen Wissens oder vertraulicher Angaben. Wurden in der Vergangenheit Einzelpersonen oder Staaten durch nationale Regierungen ausgespäht, machen in Zeiten der digitalen Kommunikation Bürger Staatsgeheimnisse öffentlich oder Whistleblower prangern die Ausspionierung der Bevölkerung durch die eigene Regierung an. Vor diesem Hintergrund erwacht ein neues Interesse an den Mechanismen der Geheimhaltung. Internationale Künstlerinnen und Künstler wie Simon Denny, Rodney Graham, Gabriel Lester, Metahaven, Trevor Paglen, Noam Toran, Suzanne Treister and Nomeda & Gediminas Urbonas nehmen eine zeitgenössische Perspektive ein und behandeln in ihren Werken Aspekte der Spionage wie Überwachung, Paranoia, Bedrohung und Tarnung, Kryptographie, Manipulation, Kaltblütigkeit und Verrat. Mit einer Vielzahl künstlerischer Strategien sowie erstaunlichen Objektenwird in der Ausstellung die „goldene Zeit“ der Spionage während des Kalten Krieges genausosichtbar wie die aktuelle Verhandlung der medialen Durchleuchtung.