Von der Südgrenze der USA bis zur Spitze Feuerlands ist Lateinamerika von Menschen unterschiedlicher indigener Kulturen mitgeprägt, deren kulturgeschichtliche Entwicklung lange vor der europäischen Invasion begann.

Derzeit sind in der Dauerausstellung ausschließlich Zeugnisse präkolumbischer Kulturen zu sehen. Zu den bekanntesten gehört die der Inka, deren Staat in seiner Blütezeit über 4000 Kilometer vom heutigen Ecuador bis nach Chile reichte. Vor allem Gegenstände der noch älteren, prä-inkaischen Kulturen wie die der Wari, Moche und Nasca sowie einzelne Exponate aus Mittelamerika sind in der Ausstellung zu bewundern. Keramikgefäße, kunstvolle Steinskulpturen und Goldobjekte erzählen Geschichten von der alten Götterwelt, von Beziehungen zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen, von Kampf und Krieg. Die Deutung dieser Darstellungen gibt der Wissenschaft bis heute Rätsel auf.

Präsentiert werden ab Ende Juli 2020 zudem Textilien aus verschiedenen Regionen Lateinamerikas, die Einblicke in geschichtliche Entwicklungen und heutige Perspektiven des indigenen Lateinamerika geben.

Keramikschale, Guatemala, Maya, 600–900 n.Chr., © MFK
Dauerausstellung

Mythen, Tiere, Götterwesen. Zeugnisse aus dem alten Südamerika

Museum Fünf Kontinente

Maximilianstraße 42
80538 München