Nach mehrwöchigen aufwändigen Umbauarbeiten in den Sammlungsräumen des Neuen Museums präsentiert sich das Erdgeschoss des Staatlichen Museums für Kunst und Design ab 20. März 2020 in komplett neuer Gestalt.

In der gemeinsamen Ausstellung Mixed Zone des Neuen Museums Nürnberg und der Neuen Sammlung, der bewährten Kooperationspartnerin in Sachen Design, gehen Designobjekte und Kunstwerke vielfältige Konstellationen ein. Sie reichen vom Grundsätzlichen (Form, Material) über Ähnlichkeiten und Annäherungen (Referenz, Zitat) bis hin zum selbstkritischen Handeln (Ressourcen, Recyclen) und bringen Design und Kunst in ein erhellendes Zusammenspiel, das als assoziativ und inspirierend wahrgenommen werden will.

Mit Tilo Schulz konnte für die räumliche Inszenierung ein idealer Partner gefunden werden, dessen eigenes Schaffen ebenfalls zwischen Kunst und Gestaltung oszilliert.

Kunst und Design wurden im Neuen Museum Nürnberg in den letzten Jahren in großangelegten interdisziplinären Ausstellungen auf thematische Fragestellungen hin präsentiert. Nun ist es an der Zeit, auch in den Räumen der Sammlung das Experiment einer unmittelbaren Begegnung und Verschränkung beider Sammlungsschwerpunkte zu realisieren.

Das Neue Museum hatte Neuland betreten, indem es seit 2000 bis heute freie sowie angewandte Kunst und Design gleichberechtigt nebeneinander präsentiert. Es würdigt damit einen langen historischen Prozess, der mit einem ästhetischen wie ökonomischen Interesse an anspruchsvoller industrieller Formgebung im 19. Jahrhundert einsetzte. Heute mündet dieser in die enthierarchisierende Praxis von Künstler_innen und Gestalter_innen, die die Grenzen von Kunst und Design überwinden.