Die Kunstsammlungen und Museen Augsburg freuen sich, ab 20. Mai bis voraussichtlich Ende August die Ausstellung „in natura –Fotografien von Asja Schubert“ in der Neuen Galerie im Höhmannhaus, Maximilianstraße 48, zeigen zu können. Bedingt durch die Maßnahmen zur Eingrenzung des Corona-Virus wird vorerst auf eine feierliche Eröffnung verzichtet. Sobald es die Situation erlaubt, werden entsprechende Veranstaltungen angeboten. Hinweise dazu erfolgen gesondert.

Verhältnis von Mensch und Natur
Seit jeher versuchen die Menschen, die Natur zu bezwingen und Land für Nutzflächen zu kultivieren. Welcher Teil der Landschaft, wie wir sie kennen, ist ohne Eingriffe gewachsen? Welche Flüsse wurden im Zuge der Industrialisierung nicht begradigt? Im Alltag legen wir unsere Wege zum größten Teil ungeachtet dessen zurück. Unsere Wahrnehmung hat sich an diese Lebenswelt und die oft künstlich geschaffene Illusion von Natur gewöhnt.

Die Fotografin Asja Schubert stellt das Verhältnis von Mensch und Natur in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Sie fängt mit ihrer Kamera die Momente ein, in denen der Betrachter vor Herausforderungen gestellt wird und macht sichtbar, was oftmals unsichtbar bleibt. So lassen sich Pflanzen aus Kunststoff oder leblose Tiere der Serie catch erst auf den zweiten Blick entlarven.

Asja Schubert fotografiert dabei nicht nur in Botanischen Gärten und Museen, sondern begibt sich auch in städtische Randgebiete oder an verlassene Urlaubsorte. Dort dokumentiert sie die menschlichen Hinterlassenschaften, die in der Landschaft wie Artefakte von einer vergangenen und besseren Zeit zeugen.