Ende 2019 gelangten rund 210 Einzelwerke von Norbert Schwontkowski aus der Sammlung Brigitte und Udo Seinsoth dauerhaft in die Weserburg Museum für moderne Kunst. Aufgrund dieser großzügigen Geste ist es dem Museum möglich, einen ständigen Künstlerraum zu Norbert Schwontkowski zu präsentieren, der Hauptwerke aus der Sammlung Seinsoth durch weitere Leihgaben ergänzt und einmal im Jahr eine neue Gewichtung erfährt.

Norbert Schwontkowski (geb. 1949 in Bumenthal, gest. 2013 in Bremen) gilt als Meister der malerischen wie zeichnerischen Verdichtung. Seine Werke kreisen um die großen Themen menschlicher Existenz, im  Bewusstsein ihrer Vergänglichkeit und behaftet mit Zweifel. Seine Bilderzählungen sind melancholisch und skurril, poetisch und humorvoll zugleich. Der Mensch steht im Mittelpunkt: suchend, fragend und oft einsam inmitten eines in erdhaften Farben angelegten, nahezu leeren Bildgrundes. Seine bildnerische Poesie ergänzt der Künstler dabei immer wieder mit einer sprachlichen Ebene oder musikalischen Impulsen.

Die Sammlung von Brigitte und Udo Seinsoth konzentriert sich neben den weithin bekannten Leinwänden in besonderem Maße auf Arbeiten auf Papier. Obwohl der Künstler sie in seinem Schaffen immer als der Malerei ebenbürtig empfand, zeigen sie den eher unbekannten Schwontkowski. Das Konvolut der Weserburg ermöglicht so Neuentdeckungen und einen repräsentativen Überblick gleichermaßen.