In Reaktion auf die derzeitige Situation in Zusammenhang mit dem Coronavirus, richtet Peragine „Auto Body Repair“ „in remote control“, also per Fernsteuerung ein. Vom Team der Kunsthalle werden mehrere Monitore vor eine provisorisch mit Kinesio-Tape angebrachte Baufolie gehängt. Sie zeigen neu entstandene Videos, in denen die ursprünglich für die Eröffnungsperformance gefertigten Objekte in Interaktion mit menschlichen Akteur*innen treten. Körper- und Technologiefragmente werden in gegenseitigen Abhängigkeiten zueinander gesetzt: Wie werden sie einander ähnlich? Wo stützen sie sich? Wo verweigern sie sich? „Auto Body Repair [in remote control]“ lädt zu einem entschleunigten Nachdenken über die eigenen Verstrickungen in gegenwärtige Abhängigkeiten ein; dazu, ihren materiellen, psychischen und sozialen Konsequenzen nachzuspüren, aber auch, Ressourcen für (selbst)fürsorgliches und emanzipatorisches Handeln zu entdecken.

Eine wesentliche Erweiterung dieser Auseinandersetzung ist ein multimediales Dokument, das in Kooperation mit der Grafikdesignerin Lena Thomaka entstanden ist. Es versteht sich als digitaler Referenz-Raum zur Ausstellung der neue Formen von Zugänglichkeit in Zeiten von „physical distancing“ untersuchen möchte.

Alice Peragine (*1986 in München) lebt und arbeitet in Hamburg und ist Preisträgerin 2020 der Villa Romana in Florenz.

Alice Peragine, Raer Viewer, 2020, © Alice Peragine
29.05. - 26.07.2020

Studioraum 45: Alice Peragine: Auto Body Repair (in remote control)

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden

Lichtentaler Allee 8a
76530 Baden-Baden