Wie die meisten Bereiche unseres öffentlichen Lebens hat auch die Kunst- und Kulturszene in den vergangenen Monaten erheblich unter der Corona-Krise gelitten und tut es noch. In einer Umbruchphase wie dieser liegt allerdings auch die Chance begründet, die eigenen Arbeitsweisen zu überdenken und neue Möglichkeiten der Kunstpräsentation zu entwickeln. Ein deutliches Zeichen und erlebbares Gefühl ist dabei das Zusammenrücken und das Zeigen von Solidarität aller Kunstschaffenden. Durch eine Vielzahl kollektiver Anstrengungen können so spartenübergreifende Kooperationen entstehen.

Der Kunstverein in Hamburg möchte mit der experimentellen Ausstellungsserie BEING LAID UP WAS NO EXCUSE FOR NOT MAKING ART ein solches Zeichen der Solidarität setzen: In zwei Kapiteln sind Protagonist*innen aus verschiedenen Bereichen der Hamburger Kunst- und Kulturszene, die ihre Veranstaltungen absagen mussten, über den Sommer eingeladen, ihre Arbeiten gemeinsam mit vielen internationalen Kolleg*innen zu präsentieren.

Das erste Kapitel der Ausstellungsserie fragt nach dem Status des Humors nach #MeToo, dem Feminismus heute und wie wir uns unser weiteres Zusammenleben vorstellen. Das zweite Kapitel lässt im Corona Sound System vielfältige, ganz unterschiedliche Stimmen zu Wort kommen, um über die Möglichkeiten des Sounds im leeren Raum zu reflektieren. Es werden Töne von minimalistischen Ambiente bis zum Hörspiel erlebbar, die den Raum aufmachen werden, sich zwischen dem JETZT und dem Ton/der Melodie fallen zu lassen. Für Sitzgelegenheiten ist gesorgt.

Es werden zwei unterschiedliche Ausstellungen zu sehen sein, die mit den Formaten experimentell spielen, sie dehnen und an die Grenzen treiben, um überraschende Einblicke zu bieten. Auch in den letzten Monaten gab es keine Entschuldigung, keine Kunst zu machen.

kunstverein-in-hamburg-town-bloody-hall © Kunstverein in Hamburg
26.06. - 11.10.2020

being laid up was no excuse for not making art

Kunstverein in Hamburg

Klosterwall 23
20095 Hamburg