Highlights der Danish Arts Foundation’s Jewellery Collection zu Gast in den Museen am Königsplatz. Zeitgenössischer Schmuck aus Dänemark tritt in den Staatlichen Antikensammlungen in München in Dialog mit ausgewählten Objekten aus dem eigenen Sammlungsbestand. Außergewöhnliche Schmuckkreationen von den 1970er Jahren bis heute treffen im direkten Zusammenspiel auf antiken Schmuck, luxuriöse Gefäße aus Silber und Bronze sowie gemalte Szenen auf hochwertigen antiken Tongefäßen.

Sich selbst zu schmücken ist eine menschliche Eigenschaft, die allen Menschen, ungeachtet aus welcher Zeit und Kultur, gemein ist. Die Ausstellung verknüpft die Vergangenheit mit der Gegenwart und zeigt, wie uns diese universelle menschliche Praxis über alle Epochen hinweg kennzeichnet. Präsentiert werden 100 zeitgenössische Schmuckobjekte von rund 50 dänischen Schmuckdesigner*innen. Die Themenbereiche der Sonderausstellung umfassen 13 Stationen: Vergangenheit & Gegenwart, Symmetrie & Rhythmus, Götter & Mythos, Versammlungen & Sitten, Liebe & Krieg, Frauen & Alltagsleben, Körper & Bewegung, Dionysos & Ekstase, Macht & Frauen, Form & Funktion, Tradition & Innovation, wertvolle & alternative Materialien, Schätze & Status.

Der Titel der Ausstellung greift ein Epos des um 700 v. Chr. tätigen griechischen Schriftstellers Hesiod auf. Seine „Werke und Tage“ erzählen vom Alltag der alten Griechen. Konzipiert als Lehrgedicht sind sie eine Anleitung für die bäuerlichen Arbeiten der damaligen Welt. Der Dichter schaut aber auch in mythisch-historischer Sicht auf vergangene Zeitalter zurück und wirft einen soziologischen Blick auf die eigene Gesellschaft. Daran knüpft die Sonderausstellung an. Antike und zeitgenössische (Schmuck-)Objekte zeigen im Mit- und Gegeneinander wie Statussymbole damals und heute funktionieren, wie Trink- und Körperkultur gelebt wird, wie Innovationen über Recycling sowie neue Techniken und Materialien entstehen. Sie zeigen auf, welchen Rahmen religiöse Rituale sowie alltäglich wiederkehrende Dinge und Verrichtungen der Gesellschaft bieten. Die dänischen Schmuckkünstler*innen von heute wie die griechischen Vasenmaler, Tonbildner, Toreuten, Gold- und Silberschmiede der Antike setzen sich inhaltlich mit allen Facetten menschlichen Lebens auseinander. Die Themen, die sie aufgreifen, und die Formgedanken, die sie leiten, weisen große Übereinstimmungen auf. Ein Blick in die Werkstätten und auf das Werkzeug zeitgenössischer Goldschmiede lässt erkennen, dass sich die Tätigkeit mancher Handwerker über Jahrtausende hinweg nur wenig verändert hat.

Die Ausstellung eröffnet in München das Deutsch-dänische Kulturelle Freundschaftsjahr 2020. Sie findet in Kooperation mit The Danish Arts Foundation in Kopenhagen statt.

The Danish Arts Foundation ist eine staatliche Einrichtung. Gegründet 1964 stellt sie seit 2007 allen dänischen Bürgerinnen und Bürgern für offizielle Anlässe Schmuck aus ihrer Jewellery Collectionleihweise zur Verfügung. Die Jewellery Collection of the Danish Arts Foundation besteht aus rund 340 Objekten, die die Stiftung innerhalb der vergangenen 50 Jahre direkt von dänischen Künstlerinnen und Künstlern erworben hat.