Max Klinger (1857–1920) gehört zu den prominentesten Künstlerpersönlichkeiten der Kunstszene um 1900. In seinen Werken wandte er sich von der traditionellen akademisch-idealisierenden Figurenauffassung ab, hin zu einer damals schockierenden Darstellung des nackten menschlichen Körpers. Damit trug er wesentlich zur Formulierung eines modernen Menschenbildes in der Kunst bei.

Angeregt von Richard Wagner, strebte Klinger die Überwindung von Gattungsgrenzen im Sinne eines Gesamtkunstwerks an, in dem Malerei, Skulptur, Architektur – möglichst auch die Musik – zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.

Sein monumentales Beethoven-Denkmal gilt als zentrales Beispiel der spätromantischen Beethoven-Verehrung und wird – neben weiteren rund 200 Arbeiten aus den Bereichen Grafik, Malerei und Skulptur – zum Beethoven-Jubiläumsjahr 2020/21 in Bonn zu sehen sein. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig.