Seit die Kunsthalle Emden 1986 eröffnete, bildet die herausragende Kunstsammlung von Henri Nannen die Grundlage für Ausstellungserfolge und kontinuierliches Besucherinteresse. Inzwischen ist der Bestand des Museums durch Schenkungen und Spenden um ein Vielfaches gewachsen und um künstlerische Positionen aus Moderne und Gegenwart erweitert worden. Die Sammelleidenschaft des „Stern“-Gründers richtete sich jedoch früh auf die Kunst der Klassischen Moderne, also der inzwischen tradierten Kunstrichtungen, die sich zwischen der Jahrhundertwende und dem Ende des 2. Weltkrieges herausbildeten. Künstler*innen wie Emil Nolde, Christian Rohlfs, Gabriele Münter, Josef Scharl oder Ernst Ludwig Kirchner haben ebenso einen festen Platz in der rund 600 Werke umfassenden Schenkung Nannens an die von ihm und seiner Frau Eske ins Leben gerufenen Kunsthalle, wie dessen Lieblingswerk, „Die Blauen Fohlen“ von Franz Marc.

In der aktuellen Ausstellung im Erdgeschoss der Kunsthalle wird nun der Fokus auf genau jene Kunstströmungen gelegt, die gleichermaßen den Grundstein für die Sammelleidenschaft des jungen Henri Nannen legte, wie auch für die Sammlung des Museums: Die Sammlungspräsentation vereint ausgewählte Gemälde und Grafiken der Künstlergruppen „Brücke“ und „Der Blaue Reiter“, von Vertretern der Neuen Sachlichkeit und Werke der sogenannten nordischen Expressionisten. Schlaglichtartig werden darin verschiedene gesellschaftliche wie politische Themen verhandelt, die in ästhetische Verfahren und künstlerische Techniken mündeten und die facettenreiche Kunsttätigkeit in der Klassischen Moderne beleuchten. 

Mit Werken von:
Rüdiger Berlit | Erma Bossi | Sonia Delauney?Terk | Otto Dix | George Grosz | Erich Heckel | Karl Hofer | Alexander Kanoldt | Ernst Ludwig Kirchner | César Klein | Wilhelm Lehmbruck | August Macke | Jeanne Mammen | Franz  Marc | Otto Mueller | Gabriele Münter | Emil Nolde | Hermann Max Pechstein | Francis Picabia | Pablo Picasso | Franz Radziwill | Christian Rohlfs | Josef Scharl | Oskar Schlemmer | Karl Schmidt?Rotluff | Jan Wiegers