Im Mittelpunkt der Ausstellung "Mind the Gap! Zwischen bekannten und neuen Räumen" stehen die Räumlichkeiten der ehemaligen Donaukaserne, in der sich das Museum befindet. Zwölf Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und ganz Europa haben ortsspezifische Kunstwerke geschaffen, die sich mit der Architektur des Gebäudes auseinandersetzten.

Im Hinblick auf den Umzug des Museums in die hergerichtete historische Gießereihalle nimmt die Ausstellung Abschied von der Tränktorstraße, die nun fast 30 Jahre unterschiedlichen Direktoren*innen und Kuratoren*innen als Ausstellungshaus diente. Vor dem Auszug wird noch einmal das gesamte Haus mit der Ausstellung „Mind the Gap!“ bis in den letzten Winkel bespielt. Das geschieht nicht durch klassische Malerei oder Skulpturen, sondern durch Installationen, die vor Ort und exklusiv für das Haus entstehen. Auch Flächen, die in manchen Fällen vielleicht auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich wirken, bekommen nun eine Bühne. Triste Ecken werden zum bunten Spektakel und dort wo Leere herrschte, entstehen raumgreifende Werke, die neue Blickachsen aufmachen. Räume werden dekonstruiert und neu zusammengefügt oder so verfremdet, dass ihre Wirkung völlig verändert wird. Architektonische Details des Gebäudes werden von den Kunstwerken aufgegriffen und so in den Fokus gerückt. Die bekannten Räume bekommen so ein ganz neues Erscheinungsbild. Was der treue Museumsbesucher glaubt zu kennen, wird ihm ungewöhnlich vor Augen geführt. Damit wird die besondere Architektur der Donaukaserne gewürdigt.

Das Museum wird zu einem lebendigen Komplex, in dem sich ungewöhnliche Wechselwirkungen zwischen den einzelnen künstlerischen Positionen entwickeln. Es entstehen Erlebnisräume, welche die Kunst mit dem Ausstellungsraum verschmelzen lassen. Die Ausstellung zeigt die Institution Museum als Inspirations- und Erlebnisort. Damit wird ebenfalls ein Vorgeschmack auf das gegeben, was den Besucher im Neubau erwartete: ein Raum für Kreativität und Innovation.

„Mind the Gap!“ repräsentiert den Übergang zwischen Bekanntem zu Unbekanntem. Damit ist das alte Gebäude im neuen Look genauso gemeint wie der Umzug in den Neubau. Die Ausstellung würdigt am Ende einer Ära den langjährigen Standort des MKK und richtet den Blick nach vorne auf eine spannende Zukunft.


Öffungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 17:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: mkk-ingolstadt.de