Die Ausstellung zur zeitgenössischen Lichtkunst präsentiert Objekte und Installationen aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter und führt die anhaltende Begeisterung von Künstlerinnen und Künstlern für die gestalterischen Möglichkeiten des Lichts vor Augen, befeuert von neuesten Leuchtmitteln und innovativer Technik. So verwenden viele Lichtkünstler gegenwärtig LEDs, deren Lichtfarben sich per Computer steuern und dynamisch verändern lassen. Hightech und Sinnlichkeit, technisches Kalkül und Poesie wirken in ihren Werken eindrucksvoll zusammen.

Die leuchtenden Highlights der Ausstellung geben einen Einblick, wie vielfältig Licht eingesetzt wird: Maurizio Nannucci adaptiert Methoden der herkömmlichen Leuchtreklame und findet mithilfe farbiger Neonröhren zu einer geometrischen Gestaltung des emotional aufgeladenen Wortes LOVE. Die kühl strahlenden Werke von Brigitte Kowanz, die mit unterschiedlichen Leuchtmitteln arbeitet, machen das Medium Licht subtil sichtbar. Die Künstlerin geht den Fragen nach, was Licht ist, wie es Raum definiert oder wie es in Verbindung mit Schrift zum Informationsträger wird. Werner Bauer wiederum setzt in seinen Leuchtkästen Acrylglas und lichtleitende beziehungsweise –sammelnde Folien ein, die dem per se immateriellen Licht scheinbar Richtung und Form geben. Seine Werke bewegen sich ebenso wie die farblich sanft pulsierenden LED-Lichtquadrate von Miriam Prantl und Betty Rieckmann zwischen klar definierter geometrischer Form und sinnlich-atmosphärischem Spiel. François Morellet schließlich gestaltet mit grellem Neonlicht Werke von spielerischer Leichtigkeit und hintergründigem Humor.

Ausstellungsbeteiligte:
Werner Bauer, Brigitte Kowanz, Siegfried Kreitner, Adolf Luther, François Morellet, Jan van Munster, Maurizio Nannucci, Miriam Prantl, Betty Rieckmann, Annette Sauermann

Betty Rieckmann, A Morphing Frank Stella 10, 2015, © Künstlerin, Foto: Künstlerin
18.10.2020 - 11.04.2021

Highlights. Lichtkunst aus der Sammlung

Museum Ritter

Alfred-Ritter-Straße 27
71111 Waldenbuch